Do. 24. Sep. 2026
Taiwan
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Anfang September 2026 hat der SIBB gemeinsam mit OpTecBB und 15 Vertreter:innen aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen des Berlin-Brandenburger Photonik-Ökosystems an einer Delegationsreise zur SEMICON Taiwan 2026 teilgenommen – mit Stationen bei SEMICON Taiwan, ITRI, Hsinchu Science Park, TSMC und der Taiwan Tech Arena.
Taiwan ist das Zentrum der weltweiten Fertigung hochentwickelter KI-Chips – nahezu alle großen Tech-Unternehmen lassen dort produzieren. Diese Konzentration schafft massive Abhängigkeiten: Eine Störung der taiwanesischen Lieferfähigkeit würde die globale KI-Industrie empfindlich treffen. Das Feedback aus den Gesprächen vor Ort: Deutschland ist in Schlüsseltechnologien gut aufgestellt, um europäische Tech-Souveränität mitzugestalten.
Wie stark diese Abhängigkeit tatsächlich ist, zeigen aktuelle Zahlen: Der taiwanesische Auftragsfertiger TSMC hielt im zweiten Quartal 2026 einen Anteil von 73 Prozent am globalen Auftragsfertigungsmarkt für Halbleiter, während der stärkste Verfolger Samsung im gleichen Zeitraum lediglich auf einen Anteil von 7 Prozent kam. Bei den besonders leistungsstarken Prozessoren ist die Konzentration noch ausgeprägter: High-End-Chips für künstliche Intelligenz machen mittlerweile rund die Hälfte des Branchenumsatzes aus, obwohl sie nur einen Bruchteil des physischen Volumens stellen. Ein einzelnes Unternehmen an einem einzigen Standort bestimmt damit maßgeblich, wie sich die globale KI-Entwicklung weiter vollzieht.
Die nächste Chip-Revolution entsteht bei Advanced Packaging und Photonics – Bereichen, in denen Deutschland gut aufgestellt ist. Beispiele aus der Region: das Berliner Startup Akhetonics (optische Chips), das Münchner Startup Linque (Photonik für KI-Rechenzentren) sowie das Brandenburger SIBB-Mitglied IHP Solutions GmbH, Partner der europäischen Pilotlinie APECS im Rahmen des EU Chips Act.
Der aktuell im europäischen Gesetzgebungsverfahren befindliche EU Chip Act 2 muss die Weichen für eigene europäische Kompetenzen stellen. Taiwan zeigt, wie die Verzahnung von Staat, Universitäten, Forschung, Startups und Industrie gelingen kann – ein Modell, das auch der Technologiepark Adlershof (SIBB-Mitglied WISTA Management GmbH) in Berlin-Brandenburg verfolgt. Passend dazu unterzeichnete das SIBB-Mitglied CIC Berlin zuletzt ein MoU mit dem Startup Terrace Taiwan.
Fazit: Europa muss an entscheidenden Stellen des KI-Stacks eigene technologische Stärke aufbauen – durch eigene Kompetenzen, kluge Spezialisierung und starke internationale Partnerschaften.
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Anfang September 2026 hat der SIBB gemeinsam mit OpTecBB und 15 Vertreter:innen aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen des Berlin-Brandenburger Photonik-Ökosystems an einer Delegationsreise zur SEMICON Taiwan 2026 teilgenommen – mit Stationen bei SEMICON Taiwan, ITRI, Hsinchu Science Park, TSMC und der Taiwan Tech Arena.
Taiwan ist das Zentrum der weltweiten Fertigung hochentwickelter KI-Chips – nahezu alle großen Tech-Unternehmen lassen dort produzieren. Diese Konzentration schafft massive Abhängigkeiten: Eine Störung der taiwanesischen Lieferfähigkeit würde die globale KI-Industrie empfindlich treffen. Das Feedback aus den Gesprächen vor Ort: Deutschland ist in Schlüsseltechnologien gut aufgestellt, um europäische Tech-Souveränität mitzugestalten.
Wie stark diese Abhängigkeit tatsächlich ist, zeigen aktuelle Zahlen: Der taiwanesische Auftragsfertiger TSMC hielt im zweiten Quartal 2026 einen Anteil von 73 Prozent am globalen Auftragsfertigungsmarkt für Halbleiter, während der stärkste Verfolger Samsung im gleichen Zeitraum lediglich auf einen Anteil von 7 Prozent kam. Bei den besonders leistungsstarken Prozessoren ist die Konzentration noch ausgeprägter: High-End-Chips für künstliche Intelligenz machen mittlerweile rund die Hälfte des Branchenumsatzes aus, obwohl sie nur einen Bruchteil des physischen Volumens stellen. Ein einzelnes Unternehmen an einem einzigen Standort bestimmt damit maßgeblich, wie sich die globale KI-Entwicklung weiter vollzieht.
Die nächste Chip-Revolution entsteht bei Advanced Packaging und Photonics – Bereichen, in denen Deutschland gut aufgestellt ist. Beispiele aus der Region: das Berliner Startup Akhetonics (optische Chips), das Münchner Startup Linque (Photonik für KI-Rechenzentren) sowie das Brandenburger SIBB-Mitglied IHP Solutions GmbH, Partner der europäischen Pilotlinie APECS im Rahmen des EU Chips Act.
Der aktuell im europäischen Gesetzgebungsverfahren befindliche EU Chip Act 2 muss die Weichen für eigene europäische Kompetenzen stellen. Taiwan zeigt, wie die Verzahnung von Staat, Universitäten, Forschung, Startups und Industrie gelingen kann – ein Modell, das auch der Technologiepark Adlershof (SIBB-Mitglied WISTA Management GmbH) in Berlin-Brandenburg verfolgt. Passend dazu unterzeichnete das SIBB-Mitglied CIC Berlin zuletzt ein MoU mit dem Startup Terrace Taiwan.
Fazit: Europa muss an entscheidenden Stellen des KI-Stacks eigene technologische Stärke aufbauen – durch eigene Kompetenzen, kluge Spezialisierung und starke internationale Partnerschaften.